Der Posaunist, Akkordeonist und Komponist Alois Eberl wurde 1986 in Kitzbühel geboren und wuchs dort umgeben von Volksmusik, Jazz und Klassischer Musik auf.
Mit 14 Jahren setzte er seine bisherige Klassische Ausbildung in den Fächern Posaune und Akkordeon am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck fort, wo er auch seine Leidenschaft für Jazz und Popularmusik entdeckte. Im Alter von 19 Jahren ging er nach Linz, um dort Jazzposaune an der Anton Bruckner Privatuniversität zu studieren.
Des Weiteren folgte ein Masterabschluss im Konzertfach Posaune an der Universität Mozarteum in Salzburg.
Zusammen mit der Cellistin, Pianistin und Komponistin Anna Lang gründete er das Duo Sinfonia de Carnaval. Inspiriert von den ausdrucksstarken Klangdiskursen des Jazz und unter Verwendung verschiedener Elemente der Klassischen Musik, Rock und Funk, erschafft das Duo aus dem gesamten Klangspektrum seiner Instrumente ein Klanguniversum, das manchmal auch mit elektronischen Klängen gemischt wird.
2021 gründete er zusammen mit Florian Klinger, Jakob Kammerer und Philipp Kienberger das Quartett „Alpha Trianguli“, womit er seine Inspirationen aus dem Kosmos und dem Sternenhimmel musikalisch verarbeiten kann. Inspiriert von der Schönheit und Weite des Universums, startet das Quartett Alpha Trianguli seine Reise in die Unendlichkeit der Klangwelten. Dabei bewegen sich die vier Musiker zwischen erdigen, kantigen Tönen um energetisch-brodelnde Grooves und schwebenden, ruhigen Sound-Malereien, die vom Blick in den sternenklaren Nachthimmel erzählen.
Er arbeitete auch musikalisch mit Ray Anderson, James Morrison, Bob Mintzer, Michel Camilo, Wycliffe Gordon, Chuck Findley, Jure Pukl, Mark Turner, Dave Taylor, Gary Smulyan, Dave Liebman, Thomas Gansch, Manu Delago, Omar Hakim und Martin Grubinger zusammen, um nur einige zu nennen.
Alois ist außerdem Mitglied von Echoboomer, OrJazztra Vienna (Christian Muthspiel), Jazz Bigband Graz, Kammerer OrKöster, Purple Muscle Car, Manu Delago Ensemble, Pannonica, Christoph Cech Jazz Orchestra Project, Synesthetic Octet, Aufmessers Schneide.
Auftritte:
Er konzertierte unter anderem auf internationalen Bühnen wie der Elbphilharmonie Hamburg, Konzerthaus Wien, Porgy&Bess Wien, B-Flat Berlin, ÖKF Teheran, ÖKF London, Jazzfestival Saalfelden, Jazzfestival Burghausen, Jazzcafé London, Kathedrale Reims, Jazzit Salzburg, Treibhaus Innsbruck, Philharmonie Berlin, Philharmonie München.
Alois wurde 2022 mit dem Jazzpreis der Stadt Innsbruck ausgezeichnet. 2024 wurde er zum Österreichischen Jazzpreis in der Kategorie „Best Newcomer“ nominiert und mit der Band Echoboomer gewann er den Jazzpreis in der Kategorie “Album des Jahres”.
Foto (c) Maria Frodl